TFM – Integrative, sanfte Körpertherapie für die Frau!

Wie findet die Fachfrau die “richtigen” Nierenpunkte, die in Th9, Th10 und Th11 zu liegen kommen, egal ob sie nun Kind, Frau oder Mann behandelt, ohne Wirbelkörper abzählen zu müssen?
Diese Frage lässt sich leicht beantworten und du brauchst hierfür kein medizinisches Anatomie-Examen. Was du stattdessen brauchst, ist eine stimmige Orientierung.

Damals wie heute

Joseph B. Stephenson, der Urvater des Creative Healings, das der TFM zugrunde liegt, hatte seine Schüler so lange beschult, bis diese alle (!) Strukturen und Punkte sicher fanden; erst danach hat er sie in die Freiheit des therapeutischen Arbeitens entlassen.
Im 21. Jahrhundert würde eine solche Vorgehensweise den zeitlichen wie finanziellen Rahmen der Wissensvermittlung sprengen.

In der Stephenson’schen Lehre hat sich bis in die heutige Lehre und Vermittlung seiner Methode folgendes manifestiert: es reicht zu wissen, wo verlässliche knöcherne Strukturen liegen. Diese Orientierung baut die TFM-Therapeutin in ihr Arbeiten mit ein.

Anatomiebuch und Praxisrealität

Es mag ja sein, dass wir aus dem Anatomiebuch oder online von Doccheck wissen, wie wir strukturell denken und dass sich laut Lehrbuch die Schulterblattspitze etwa im 7. Intercostalraum befindet.
Was wir bei einer solchen Betrachtung allerdings außer Acht lassen, sind die anatomische Varianz oder Körperhaltung und der muskuläre Tonus, denn muskuläre Dysbalancen sowie eine gebeugte Haltung oder ein Rundrücken verändern die Ruhelage des Schulterblattes erheblich.

Anderes Vorgehen

Das Vorgehen mag dem strukturell geschulten Therapeuten umständlich erscheinen: wir bedienen uns, wie auch in der TCM (Traditionelle chinesische Medizin) dem Fingermaß-System und bemessen über Proportionen. Im Falle der Nierenpunkte stellen wir die Handkante auf der höchsten Stelle des Beckenkamms auf. Ist die Strecke, die sich ergibt, wenn wir von der Handkante bis zum 90° abgewinkelten Daumen bemessen, gleich, dann schwebt Th9 auf der Daumenspitze.

Behandeln wir ein Kind, ist dessen Spanne von Handkante zum aufgestellten Daumen kürzer als die der Behandlerinnen-Hand. Auch bei der Behandlung von Erwachsenen kann es nicht zu unterschätzende Unterschiede geben.

Wichtig ist, dass wir die Distanz bei einer größeren Patientenhand nach oben hin korrigieren und bei kleinerer Patientenhand entsprechend nach unten, um im “richtigen” Segment zu landen.

Weiterer Einsatz von Proportionenmessen

Wir orientieren uns auch ansonsten am knöchernen System unseres Gegenübers. Im Folgenden seien drei Beispiele genannt:

Auch Kreuzbeine sind recht unterschiedlich und individuell. Joseph B. Stephenson sah das Kreuzbein nicht als Raute, sondern orientierte sich an der knöchernen Dreiecksstruktur und mit den verläßlichen “Eckpunkten” aus Kreuzbeinspitze und den Michaeli-Grübchen. Aus diesen drei Marken eines gleichschenkligen Dreiecks kann der zentrale Kreuzbeinpunkt ermittelt werden.

Zum Bemessen der reflektorischen Gonadenpunkte dient Stephenson nicht etwas der Nabelpunkt als Hautzeichen, sondern die Linea supracristalis, denn der Nabelpunkt wandert je nach Individualgewebe / Lebensalter / und nach Schwangerschaften.

Die Herzpunkte orientieren sich an der Medioklavikularlinie und nicht etwa an der linken Brustwarze, denn auch diese wandert proportional zur Körbchengröße, der Schwerkraft und ist lageabhängig.

LIES HIER WEITERE BEITRÄGE IM TFM-MAGAZIN

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