Home › Foren › TFM- Inhaltlicher Austausch › Mittelschmerz › Antwort auf: Mittelschmerz
Liebe Cornelia,
wahrscheinlich ist dies ein vielschichtiges und komplexeres Geschehen. Schade, dass du nicht mehr schreibst zu den Modulen der einzelnen Termine:
Welche Module hast du behandelt?
Wie lange?
Gab es Auffälligkeiten in den Geweben?
Wie war jeweils die Rückmeldung der Patientin?
Was meinst du mit “Eileiterproblematik”?
Zunächst ist es wichtig, die Sectio-Narbe gut zu entstören und die Verklebungen, die durch den Eingriff entstanden sind, zu lösen. Dies sollte in 3-4 Terminen gemacht werden, bevor du das Reponieren der Gebärmutter andenkst.
Wie hat sie die erste Geburt empfunden?
Eine sekundäre Infertilität kann durchaus auch damit zusammenhängen, dass noch Traumaenergie in den Geweben gespeichert ist.
Wenn wir jetzt im kleinen Becken arbeiten (die Narbe liegt über der Region, in der sie ihren Mittelschmerz wahrnimmt), überstreichst du auch bei den seitlichen Drainagen immer den Iliopsoas, dies ist unser Trauma-Muskel.
d.h. wir aktivieren bei jeder sanften Streichung immer auch ein Teil der Problematik. Von daher heißt es, besonders achtsam vorzugehen und auf die vegetativen Zeichen zu achten.
Die Erschöpfung sowie auch die Schmerzen zwischen den Schulterblättern (die sich durchaus als “psychische Verspannung” deuten ließe) würden für einen Lösungsprozess sprechen.
Bei Lösungsprozessen ist es besonders wichtig, im Tempo der Patientin vorzugehen (selbst wenn dies für uns als Behandlerinnen bedeutet, dass wir “Mini-Schnecken-Schrittchen” aushalten müssen).
Manchmal sind Patientinnen aus ihrer Biographie heraus auch für Monate “verschwunden”, weil es so lange braucht, bis sie ihre Geschichte tatsächlich anzuschauen wagen.
Denke bei allem, was du mit TFM tust, daran, dass wir Prozessbegleiterinnen sind… und wie sich der Prozess unserer Patientinnen entwickelt, ist so individuell wie unser Gegenüber.
Herzliche Grüße,
Claudia