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Hallo Stella,
danke für deine Zusatzinfos 🙂
Das sind ja gleich mehrere Großbaustellen.
Zuerst einmal: nach Sectio braucht es zuerst einmal für mehrere Termine (!) die Behandlung der Narben, damit du die Verklebungen löst; erst dann kannst du sowohl die Uterus-Behandlung wie auch die Blasenbehandlung Schritt #1 anwenden!!
Was die Blase anbelangt, hättest du dann folgenden Behandlungsflow:
LGB – um den Körper generell auf die Behandlung einzustimmen (die Lymphe anzuregen und die Verspannungen zu lösen)
Nieren – als Vorbehandlung für die Blasenbehandlung
GB Becken
Ischias – um das Nervengeflecht zu stimulieren und ihre Emotionen zu zentrieren
GB Bauch – hier kannst du über die seitlichen Drainagen Kontakt zum Psoas (Traumamuskel) Einfluss nehmen; gerade auch als Vorbehandlung und im Hinblick auf die psychische Belastung deiner Klientin: also immer schön auf vegetative Zeichen achten (und den Griff dann auch beenden, wenn es der Patientin zuviel wird)
Uterus – um Raum für die Blase zu schaffen
Harnblase: Schritt #1 7-mal + Schritt#2 für eine bessere Kontrolle der Sphinkter
3 Übungen im Anschluss an deine Behandlung
Eine “Erstverschlimmerung” hättest du gehabt, wenn sie sofort über Unwohlsein geklagt hätte 😉 (bei nur 1-maligem Reponieren war dem Gott sei Dank nicht der Fall).
Was du durch dein Arbeiten allerdings gemacht hast war, die nächste Zwiebelschale in ihrem Prozess freizulegen – und nachdem sie nach der Behandlung wieder ins Denken kam, hat sie ihre Blase (und ihre Bedürftigkeit) ganz deutlich wahrgenommen.
Mit der Psychosomatik der Blase und dem Einfluss des Psoas auf die Blase bist du als Physio ja sicher auch vertraut 😉
Bei Patientinnen, die aus einem Suchthaushalt kommen und schon ganz früh lernen mussten, ihre Eltern zu bemuttern (statt ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen zu dürfen), kommt es zu einer Häufig dieser Problematik. (Stichwort: “Ungeweinte Tränen”)
Es ist also Achtsamkeit, Verständnis und Geduld in der Prozessbegleitung gefordert.
Liebe Grüße,
Claudia