Wenn Kopf und Hände gemeinsam lernen
Wer erstmals von der Therapeutische Frauen-Massage hört, unterschätzt leicht, wie viel Wissen in jedem einzelnen Handgriff steckt. Von außen betrachtet liegt die Hand ruhig auf dem Gewebe, die Bewegung der Hand sieht fast wie ein „Streicheln“ aus und erscheint der Betrachterin fast beiläufig, auch das berührungsfreie Cupping mutet zunächst ungewohnt an.
Erst bei der näheren Beschäftigung mit der TFM offenbart sich: Winkel, Druck, Schnelligkeit und Frequenz sowie die Intention beim Behandeln entscheiden über die Wirkrichtung der jeweils angewandten Technik.
Ohne einen roten Faden verlierst du jedoch schnell den Überblick, welcher Handgriff wohin gehört und in welcher Reihenfolge er am meisten Sinn macht.
Warum überhaupt ein multimediales Begleitwerk?
Anders als aus dem Lehrbuch, das begleitend zum Kurs empfohlen wird, verknüpfen sich multimedial gleich drei Ebenen: Zu jedem Modul gibt es Videosequenzen, die den jeweiligen Handgriff in voller Länge zeigt, dazu erklärenden Text mit Illustrationen zum anatomischen und energetischen Hintergrund. Nach dem Anwenden des Moduls steht ein Reflexionsbogen zur Verfügung, den die Lernende nach der eigenen Übungsbehandlung ausfüllt.
Die TFM-Module bauen aufeinander auf: von Anfang an klar ist klar, womit eine Behandlung beginnt und worauf weitere Module aufgebaut werden. Wer also vor seinem Präsenzkurs im Eigenstudium arbeitet, betritt den Kursraum nicht mit mehr oder weniger “losen” Einzelinformationen, sondern mit einer Landkarte der Methode im Kopf, auf der sich die Details sofort einordnen und einfach verknüpfen lassen.
Der Nutzen dieses Aufbaus zeigt sich an gleich mehreren Stellen – auch wenn jede für sich zunächst unspektakulär klingt:
Wer im eigenen Tempo lernt, muss keine Rücksicht auf einen Gruppentakt nehmen, die Wiederholung einzelner Video-Sequenzen kostet nichts außer der eigenen Zeit. Video und Illustration machen gemeinsam einen Handgriff besser nachvollziehbar, der in reinem Text abstrakt bliebe, denn Bewegung lässt sich nur technisch in Worte übersetzen.
Wer schließlich zu jedem Modul einen ehrlichen Reflexionsbogen ausfüllt, geht viel vorbereiteter und sicherer ins praktische Lernen, wenn die eigene Wahrnehmung schon einmal in Worte gefasst wurde, bevor sie unter den Augen der Kursleiterin zur Sprache kommen.
TFM im Selbststudium wird auf zwei Arten genutzt
Die einen erarbeiten sich damit die Methode, bevor sie einen Präsenzkurs besuchen, und kommen entsprechend orientiert zu ihrer ersten Präsenzeinheit.
Die anderen greifen erst nach der Ausbildung (wieder) darauf zu(rück), wenn ein bestimmter Handgriff im Praxisalltag aufgefrischt werden soll.
Beide Nutzungsweisen sind im Aufbau der Module berücksichtigt: Jedes Modul steht für sich, ein linearer Durchlauf ist nicht vorausgesetzt, auch wenn er den geordnetsten Einstieg bietet.
Wo die Grenze liegt
Ebenso wie das Lesen eines Buches macht auch TFM im Selbststudium niemanden zur zertifizierten TFM-Therapeutin.
Die manuelle Korrektur der Griffe und das im Kurs vermittelte Zusatzwissen lässt sich durch kein Video ersetzen, weil sie auf Beobachtung in Echtzeit beruht und auf kleinen und subtilen Anpassungen, die erst im direkten Kontakt sichtbar werden. Solche Korrekturen bleibt der persönlichen Supervision, dem Kleingruppenkurs oder deinem Online-Intensiv vorbehalten.
Das Selbststudium leistet die stimmige Orientierung davor: Wer bereits weiß, wohin ein Handgriff gehört und warum er genau dort angewendet wird, kann sich im Kurs ganz auf die Korrektur der Ausführung konzentrieren, statt gleichzeitig noch die Struktur der Methode zu entschlüsseln.
Wenn du vorab prüfen möchtest, ob dieses Lernformat zu deiner eigenen Arbeitsweise passt:
Es gibt auf der Produktseite von “TFM im Selbststudium” ein Probekapitel für dich zur Ansicht.



