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Liebe Melanie,
du schreibst: “nicht so positiv” ist das dann Dein eigener Eindruck oder der der Klientin?
Wenn die Anamnese etwas gedauert hat, dann hat(te) sie sicherlich viele ganz unterschiedliche “Baustellen” (neben der Trauer um den Vater – wie lange liegt das Abschiednehmen zurück?). Wie genau habt ihr den Arbeitsauftrag für die Behandlung definiert?
Die bleierne Müdigkeit, die Deine Klientin beschrieben hat, kommt davon, dass ihr System so die Impulse der gegebenen Behandlung verarbeitet hat und somit im Trauerprozess weitergegangen ist.
Bedenke immer, dass Trauer ihre Zeit braucht: entweder fühlt das Herz oder der Kopf denkt, das ist auch dieses “zerteilte” Gefühl, was sie beschreibt. Vielleicht würde ihr ein Leitsatz durch ihre Trauerarbeit helfen, wie z.B. “Ich darf beides – denken und fühlen. Es gibt einen Raum in mir, in dem Kopf und Herz sich begegnen dürfen.”
Bei Stress und dem Trauerthema (und kalten Extremitäten) hätte ich mich übrigens für das Nieren-Modul entschieden und – je nachdem – wie lange und mächtig die Trauer ist – entweder über die GB Becken + Ischias + 3 Übungen gearbeitet
oder
LGB + Nieren + Herz behandelt (und den Bauch ausgespart).
Mit Deiner Behandlung hast du alles richtig gemacht <3 Wir wissen nie, wo sich Emotionen gelagert und angestaut haben.
Herzliche Grüße (derweil aus einer kleinen Auszeit),
Claudia